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Original-Leserbrief, Link zum Download siehe unten

Trotz Frost kein Frust

Mittwoch, 20. März 2013

"fulminantes 'Wasser-Konzert' ... erschütternd-aufwühlendes Programm ... die 'andere' Botschaft so eindringlich zum Klingen gebracht ... Passte die Aufführung - mit den aufrüttelnden Zwischentexten im Programmheft - vielleicht deshalb nicht in den 'Raum der Kirche'?" fragt Christoph Scheytt aus Esslingen.

Als ich nach dem fulminanten "Wasser-Konzert" des Tübinger Ernst-Bloch-Chores die Martinskirche verließ, um mit dessen frierenden Sängerinnen und Sängern sowie Instrumentalisten die warme "Stiftsscheuer" aufzusuchen, kamen mir einige Fragen. Warum war die Kirche nicht geheizt? Und warum hatten sich so wenige Menschen eingefunden? War die organisatorische Vorbereitung der Aufführung einschließlich Information und Werbung kaum oder vielleicht überhaupt nicht erfolgt? Wann ja, warum? Pure Nachlässigkeit der "Gastgeber" kann ich mir nicht vorstellen. Was könnte dann zu dieser "Panne" geführt haben?

Es ging in dem erschütternd-aufwühlenden Programm um den unsäglichen Umgang der Menschheit mit dem Wasser inklusive seiner Verteilung an die, die es brauchen, aber nicht bekommen, und die, die es nicht brauchen, aber riesige Geschäfte damit machen - also (auch) um eine politische Frage ersten Ranges. Passte die Aufführung - mit den aufrüttelnden Zwischentexten im Programmheft - vielleicht deshalb nicht in den "Raum der Kirche"? Weil "Politik nicht in die Kirche gehört"? Wasser ist ein Urelement der Schöpfung und Grundelement allen Lebens. Die Bibel bringt das unüberhörbar zur Sprache, von den ersten bis zu den letzten Seiten (1. Mode 2,10ff.; Offenbarung 16,4).

Die Frage, wie wir weltweit wirtschaftlich und politisch mit diesem Element umgehen, sollte "nicht in die Kirche gehören"? Zum Glück gibt es Christen, die hier anders denken - und ihre Zahl wächst. Dem Tübinger Chor sei Dank, dass er die "andere" Botschaft trotz des lieblosen und frostigen Empfangs in Kirchheim so eindringlich zum Klingen brachte.

Leserbrief im Teckboten 20.03.2013


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