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Der Ernst-Bloch-Chor auf den Stufen der Treppe vor der Stiftskirche am Holzmarkt in Tübingen

Während der Kundgebung am Dienstag sang auch der Ernst Bloch-Chor. Foto: Anja Kries

Über alle Gräben hinweg für Frieden

Donnerstag, 24. Juli 2025

Die Gruppe ZAK3 demonstrierte in Tübingen für doppelte Solidarität mit den Menschen in Israel und Palästina. Während der Kundgebung am Dienstag sang auch der Ernst Bloch-Chor.

„Wir sind heute hier, um unserer Verzweiflung über die Lage im Gazastreifen Ausdruck zu geben“, verkündete der Sprecher der Gruppe ZAK3, ... Nun wolle man „mit Entschiedenheit eine doppelte Solidarität ausdrücken“ und „zu einer Kultur beitragen, die hilft, den Schmerz der anderen zu verstehen“...

Gabi Kaiser trug die erste Rede vor... Zivilisten beider Seiten seien „zu Geiseln des Konflikts geworden“...
„Wir verteidigen das Existenzrecht Israels, aber dieses Existenzrecht legitimiert nicht die Menschenrechtsverletzungen gegen die Palästinenser!“ Andererseits würde Israels Handeln nicht Gewalt der Palästinenser wie Raketenangriffe oder das Massaker am 7. Oktober 2023 rechtfertigen. „Auch in bewaffneten Konflikten ist nicht jedes Mittel erlaubt“...

Christoph Wiborg, Pfarrer der Tübinger Eberhardsgemeinde, ... appellierte für Mitgefühl: „Ein Mensch leidet – da ist doch nicht die erste Frage, ist er schuld, sondern wer steht ihm bei!“

Harald Utz ... stellte aber auch fest: ... viele Überzeugungen seien ins Rutschen geraten. Das jüngste Handeln der israelischen Regierung irritiere: „Die Lage in Gaza erschüttert mich.“

Die Gruppe ZAK3 forderte am Dienstag ein Ende des Krieges, die Freilassung aller israelischen Geiseln, humanitäre Hilfe für die Menschen in Gaza und die Verurteilung von Kriegsverbrechen beider Seiten.

... Sharaf, ein junger Palästinenser. Was am 7. Oktober geschehen sei, „das akzeptiere ich auch nicht als Palästinenser“, sagte er. Aber über die Opfer im Gazastreifen, „60.000 Menschen, 23.000 Kinder, darüber sollte man auch reden“... Schon vor dem 7. Oktober habe es.. „keine Sicherheit und keine Zukunft“ in Gaza gegeben.

Nach der Kundgebung blieben viele noch auf dem Holzmarkt, um weiterzudiskutieren.

Von Anja Kries, Schwäbisches Tablatt 24.7.2025


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