Keine Zeit
Text und Musik: Dota Kehr, Arrangement: Johannes Söllner
aus dem Programm:
Hurra, diese Welt geht unter
Text
Hier stehen wir, vor uns die Wüste, um uns der Wohlstand.
Hinter uns: Jahre vertaner Zeit und fehlende Taten.
Jahre des Zögerns, man kannte die Fakten und war nicht bereit.
Aber jetzt können wir nicht mehr warten.
Refrain:
Keine Zeit für Leugner und Fatalisten, für die Bequemen
und die, die sich nicht int'ressieren, obwohl sie es eigentlich müssten,
für die, die Protest unter aussichtslos verbuchen.
Wirklich aussichtslos wäre es nur, wenn wir es nicht versuchen
Hier stehen wir mit dem Kummer und mit der Wut
über sterbende Arten und Meere voll Müll und der Angst vor der kommenden Flut.
Ein begrenzter Planet - unendliches Wachstum, dass das nicht geht, ist doch trivial.
Jetzt Verzicht oder später Vernichtung, ist das echt eine schwierige Wahl?
Hier stehen wir, wie die Maus vor dem Mähdrescher und harren aus, dass es uns überrollt,
die Maschine ist gierig nach Wachstum, keiner lenkt, keiner hat´s so gewollt.
Sie läuft wie von selbst und so effektiv und weil kaum einer gerne verzichtet,
läuft die Maschine halt weiter, die alles verwertet und alles vernichtet
Hier stehe ich, ich schau mich um, ich bin nicht allein, dafür bin ich erleichtert
und ich weiß: leicht wird es sicher nicht sein.
Aber wer, wenn nicht wir? Und wenn jetzt nicht, wann dann?
Jetzt ist Schadensbegrenzung noch möglich.
Doch dafür muss sich sehr vieles ändern und jetzt fängt es an.

