Wochenend und Sonnenschein
Originaltext: Robert Gilbert (David Robert Winterfeld) und Max Kolpe,
Musik: Werner Richard Heymann, Milton Ager & Jack Yellen 1929.
Neuer Text: Charles Amberg / Wilhelmsburger Kurorchester / Ernst-Bloch-Chor,
Arrangement: Michael Xander 1994
aus unseren Programmen
Autorium (1995) und
Hurra! Diese Welt geht unter (2025)
mehr Info: Wikipedia
Text
Wochenend, Sonnenschein,
braucht man mehr, um glücklich zu sein?
Wochenend und Sonnenschein,
wir fahr'n ins Grüne ganz allein,
frisch poliert das Auto, voll der Tank,
raus aus Abgas und Gestank.
Wie ein Gletscher wälzt das Blech sich fort,
ob im Opel, Porsche oder Ford,
erster Gang, dann Kupplung, Leerlauf, hopp,
noch zwei Meter, Bremse, stop.
Und auf der Südautobahn
wird stop-and-go gefahr'n.
Die Luft um uns, die färbt sich blau,
wohin das Auge blickt, nur Stau,
Berg und Tal sind völlig zugestellt,
voller Blech die ganze Welt.
Stau ist in der Tunnelröhre:
rein geht's noch, doch raus leider nicht!
Dass der Himmel mich erhöre:
endlich wieder Sonnenlicht!
Endlich sitzen wir, wenn auch nicht weit,
auf 'ner Rastplatzbank und kriegen Streit,
dabei drängt die Zeit zum glücklich sein,
- noch zwei Stunden Sonnenschein.
Pack den Picknick-Krempel ein,
wir woll'n zur Tagesschau zuhause sein!
Die Nase restlos voll und leer der Tank,
raus aus Abgas und Gestank!

